Leseflaute überwinden

Ich muss zugeben, es gab Zeiten, da hatte ich für 2 Jahre nicht ein Buch in der Hand. Nicht einmal die Klassenlektüren habe ich immer ganz durchgelesen. Vielleicht liegt das auch an den Büchern, die wir lesen mussten (FAUST liest doch fast niemand mit normalem Bildungsgrad zum Spaß) oder am Zeitmangel.

Doch um ehrlich zu sein, sind das nur billige Ausreden. Ich hatte einfach eine Leseflaute und sah keinen Sinn hinter dem Lesen eines Buchs. Warum lesen, wenn man für den Film nur 90 Minuten braucht? Warum lesen, wenn man genauso gut Musik hören könnte ohne die Augen anzustrengen? Warum lesen, wenn man das Buch dazu überall hin mitschleppen muss?

Warum eigentlich Lesen?

Damit ich meine Leseflaute überwinden konnte und es nun wieder schaffe zumindest ein Buch im Monat zu lesen, musste ich erst wieder den Sinn hinter dem Lesen finden. Natürlich gibt es Gründe, die gegen das regelmäßige Lesen sprechen. Doch die positiven Aspekte des Lesens überwiegen dann doch.

Wer eine Leseflaute überwinden will, muss wieder einen Sinn fürs Lesen finden.

Mein persönlicher Grund Nummer 1 ist die Zeitersparnis. Ja ihr habt richtig gelesen, ich spare mit Lesen wertvolle Zeit! Wie? Ein Film auf Netflix oder doch nur noch ein YouTube-Video, beides soll eigentlich nur vom Alltag ablenken und entspannen. Letztendlich kostet es jedoch nur Zeit für nichts.
Nehme ich ein Buch in die Hand merke ich besser, wann mein Körper Schlaf braucht oder die Konzentration nachlässt. Dann schlafe ich einfach für eine halbe Stunde und habe letztendlich genauso viel Zeit verbraucht wie mit Netflix und co. Vorteil dabei: Danach bin ich ausgeruht und nicht noch müder. Eine Gute-Nacht-Geschichte hatte ich ebenfalls.

Für manche mag dieser Grund jetzt absurd klingen, gibt es doch so viel anderes, was fürs Lesen spricht. Doch will man wieder lesen, so muss man seinen persönlichen Sinn dahinter finden. Was für andere die guten Geschichten, die Förderung von Sprachkompetenz und Konzentration oder die Kreativität sind, ist für dich ja vielleicht nur die Schönheit der gewählten Schriftart.

Einfach wieder anfangen!

Das klingt vielleicht absurd, aber einfach wieder anzufangen ist manchmal gar nicht so einfach. Bei mir schaffte es erst ein Urlaub ohne Internet mich wieder von einem Buch zu überzeugen.

Doch wer nicht wieder mit dem Lesen anfängt, der wird seine Flaute nie überwinden. Ein oder zwei Seiten am Tag reichen schon aus, um langsam wieder in seinen Lesefluss zu kommen.

Das Buch mitschleppen

Wer seine Lektüre überall mit nimmt, der schafft es vielleicht, genau dann zu lesen, wenn man gerade eh nichts anderes zu tun hat. Auf einer Zugfahrt, welche nur dazu anregt aufs Handy zu schauen, wirkt ein Buch manchmal wahre Wunder.

Und selbst in der Schule eignen sich Freistunden und kurze Pausen um mehr zu lesen. Immerhin will man an langen Tagen sowieso nicht permanent mit anderen Menschen reden und einfach den Lärm eines Klassenzimmers ausblenden. Wenn man ein Buch mithat, so kann man in diesen Zeiten einfach lesen.


Meine Leseflaute dauerte ganz schön lange, doch jetzt ist sie endgültig überwunden!
Hattet ihr auch schon einmal eine Leseflaute und wie konntet ihr diese hinter euch lassen?

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