Experiment „Instagram“

Ein Monat lang legte ich meinen Fokus auf meine Instagramseite. Das Ziel: die Leute auf mich & meinen Blog aufmerksam machen. Positiver Nebeneffekt: mehr Follower, Likes, Kommentare & ein besserer Feed. Wie ich das Ganze angegangen bin, ob es funktioniert hat und wie es jetzt weiter geht, könnt ihr hier lesen.

Die Strategie

Angetrieben von dem Hype der „Influencer“ entschied ich mich dazu, auch meiner Instagramseite endlich mehr Schwung zu geben. Erstellt wurde sie zwar bereits Anfang Oktober, jedoch kümmerte ich mich nicht wirklich darum, weshalb sich auch nach einem halben Jahr erst 41 Follower anschlossen. Pro Bild zählte ich meist unter 15 Likes und Kommentare waren quasi nicht vorhanden. Dies sollte sich ändern. Mein Ziel war es, jeden Tag mindestens einen Follower dazuzugewinnen, sodass Ende April um die 71 Leute meinem Blog folgen sollten.

Follower gewinnen

Um nicht nur leere Hüllen als Follower zu haben, legte ich viel Wert darauf, reale & aktive Menschen von meiner Seite zu begeistern. Dies geht nicht durch „Follow for Follow“ oder gekaufte Abonnenten, so viel sollte jedem klar sein. In meiner Strategie versuchte ich es deshalb auf andere Weise. Ich investierte jeden Tag  ca. 15 Minuten damit, mir Follower von Instagramseiten, mit denen auch ich mich identifizieren kann, anzusehen. Dabei hinterließ ich ehrliche, aussagekräftige Kommentare (mit Fragen) unter den Bildern potenzieller Follower. Hin und wieder likte ich auch den kompletten Feed durch, um gesehen zu werden. Einfach Menschen zu folgen, in der Hoffnung, sie würden dies auch bei mir tun, und dann wieder auf den „Deabonnieren“-Knopf zu drücken, versuchte ich zu vermeiden. Ich finde das ist nicht fair und aktive Follower bekommt man somit auch keine.

Doch was sind überhaupt „potenzielle Follower“?  Ich verstehe darunter weder Influencer mit mehr als 1000 Abonnenten noch Personen, welche schon fast damit prahlen, mir auch zu folgen, sobald ich dies bei ihnen tue. Ein potenzieller Follower ist für mich die Zielgruppe, die ich ansprechen möchte und welcher im besten Fall ähnliche Dinge postet wie ich bzw. anderen Seiten folgt, die dies tun. Eine Person, welche nur Bilder ihres Autos auf Instagram postet und doppelt so alt ist wie ich, wird sich mit meinen Themen wahrscheinlich eher weniger identifizieren können – also kein potenzieller Follower.

Follower behalten

Um dazu gewonnene Abonnenten auch zu behalten, war es mir wichtig, jeden Tag ein Bild zu posten, um nicht vergessen zu werden. Ja, ein Bild am Tag ist relativ viel, und das Schwierigste dabei ist, nicht an Qualität zu verlieren. Deswegen machte ich meine Fotos meist schon am Wochenende, bearbeitete diese gleich und lud sie dann verteilt unter der Woche hoch. Nur so war es mir möglich, den Standard zu halten.

Auch die Tageszeit passte ich an meine Follower an. Um zu wissen, zu welcher Uhrzeit die meiste Aktivität stattfand, lud ich mir die App „Abonnenten+“ herunter. Diese ist zwar jetzt nicht optimal, aber nachschauen, wann ein Beitrag am meisten angesehen wird und welches Bild welche „Response-rate“ bekommt, kann man dort auch.

Auch die Bildunterschrift darf nicht vergessen werden. Indem ich dort von meinem Leben erzählte und Fragen stellte, konnte ich Kontakt zu jenen aufnehmen/halten, die mir bereits folgten. Auch auf #Hashtags verzichtete ich nicht. Manche Menschen stoßen auch so auf sein Profil.

der Feed

Gehe ich von mir aus, dann schaue ich in einem Instagramprofil zuerst auf den Feed; also alle Beiträge gesammelt an. Passen die Bilder gut zueinander, wirkt nicht nur der Feed, sondern das ganze Profil auf mich gleich viel ansprechender. Um so eine Wirkung auch bei anderen Personen zu erzielen, wollte ich auch meine Bilder irgendwie aneinander anpassen.

Dazu schaute ich mir einmal an, was ich schon gepostet hatte und fand heraus, dass sehr viele Bilder in der Natur entstanden sind und dadurch selbst auf den Fotos sehr gut die Jahreszeiten sichtbar sind (Winter = Schnee, Lichter, Weiß ; Herbst = Blätter, Regen, Gelb, Grau ; Frühling= Blumen, Grün, Bunt ; …). Meine Locations sollten, deshalb in der Natur bleiben, da dies anscheinend gut zu mir passt und mein Feed auch in die vier Jahreszeiten getrennt werden.

Um in meinem Feed außerdem eine gute Mischung zwischen Mensch und Ding zu bekommen, entschied ich mich dazu immer zwischen einem Bild mit Mensch/Tier und einem ohne Lebewesen abzuwechseln.

Wie hat es funktioniert?

Es hat wesentlich besser funktioniert als ich dachte! Mein anfängliches Ziel habe ich, dank meiner Motivation am Anfang, weit überschritten und trotz anstrengender Phasen zwischendurch nicht aus den Augen verloren. Hier sind sie, die Zahlen auf die alle gewartet haben… *Trommelwirbel* … … …

Followerwachstum

Anfang April:
41 Follower

Ende April:
118 Follower

Response-Rate (=Aktivität pro Bild)

Anfang April:
~25%

Ende April:
~45%

Aktivität auf meinem Blog

März:
~100 Besucher
~250 Aufrufe

April:
~170 Besucher
~320 Aufrufe

Meine Motivation & der Stress dahinter

Ein Monat lang so intensiv auf seinen Instagramkanal zu achten, ist ganz schön anstrengend. Anfangs war ich zwar noch sehr motiviert, aber je länger sich die Wochen zogen, desto stressiger wurde es. Alleine jedes Wochenende Bilder vorzubereiten, war mit der Zeit nur noch nervig. Geballt mit dem samstägigen Blogbeitrag (ca. 2 Stunden) und der Arbeit für die Schule (ca. 1 1/2 Stunden), fehlte mir zusätzlich mit dem Fotoshooting für Instagram + Bearbeitung (ca. 2 1/2 Stunden) auch einfach wertvolle Zeit des Wochenendes.

Außerdem fand ich es zu Beginn noch sehr schwer, richtig zu modeln, sodass jedes Bild komisch aussah. Abgesehen davon fehlte mir auch der passende Fotograf, weshalb ich meistens die Kamera irgendwie provisorisch positionieren und mit Selbstauslöser arbeiten musste. Zum Glück verschwanden die Schwierigkeiten mit dem richtigen Posen fast gänzlich, je öfter ich es machte, dafür jedoch gingen mir irgendwann die Locations aus. Mein Garten bietet leider auch nicht unendlich viele Möglichkeiten für Abwechslung und extra wohin zu fahren, war nur noch anstrengender.

Dazu noch regelmäßig Stories zu posten, überforderte mich dann komplett, weshalb ich das nach einer Zeit auch bleiben ließ. Ein normaler Schultag ist sowieso nicht spannend genug für eine interessante Story.


Fazit

Es hat besser funktioniert als gedacht, war aber auch harte Arbeit. Aufgrund des Stresses mache ich dieses Experiment wahrscheinlich nicht so schnell noch einmal, gelohnt hat es sich jedoch auf alle Fälle.

 

Advertisements

7 Gedanken zu “Experiment „Instagram“

      1. Manchmal ist es echt nerven aufreibend mit den Followern, die gefühlt 5 Sekunden später wieder entfolgen, aber das gehört wohl dazu. Aber es sollte ja eigentlich um den Spaß gehen und nicht um die Follower und das muss ich noch lernen….

        Gefällt 1 Person

  1. Sehr Interessant zu lesen wie das Projekt verlaufen ist.
    Ich war anfangs auch voller Motivation, aber seit ca. 3 Monaten habe ich kein einziges Bild hochgeladen und war auch nicht wirklich auf meinem Account. Ich habe meinen Privataccount genutzt, was auch mal wieder nötig war.
    Ich denke nicht das ich meinen Account hochpushen werde, denn ich habe mein Blog erstellt um zu schreiben und mache es hauptsächlich für mich, klar sind Leser wichtig, dennoch habe ich kein wirklichen Fortschritt auf meinem Blog durch meine Aktivitäten auf Instagram erlebt.
    Außerdem ist es wirklich sehr Zeitaufwendig und diese Zeit nutze ich lieber woanders.
    Liebe Grüße
    Nici

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Nici!
      Ich glaube es ist auch gar nicht so sinnvoll seinen Account ins Unendliche zu pushen. Also ich habe auch schon wieder aufgehört so viel Zeit dafür zu investieren, obwohl man eindeutige Fortschritte in den Leserzahlen gesehen hat :).
      Alles Liebe
      Sarah

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s