Vegan – Lifestyle oder Idiotie?

Heute möchte ich einmal ĂŒber Veganismus schreiben. Ein meiner Meinung nach ernsteres Thema, mit dem ich wahrscheinlich nicht jeden glĂŒcklich stimmen werde. Jedes Jahr entscheiden sich (angeblich) 25% mehr Menschen fĂŒr einen veganen Lebensstil, Grund genug um diesem Thema einen Blogbeitrag zu widmen. Um auch wirklich keinen Blödsinn zu verzapfen, habe ich natĂŒrlich ein bisschen recherchiert, denn wenn ich einfach sage „Ich bin stolzer Fleischesser“ muss ich mich fast mehr rechtfertigen als zu sagen „Ich bin stolzer Veganer“. Und beides möchte ich heute beleuchten.

Jedem natĂŒrlich das Seine und was er fĂŒr richtig hĂ€lt. In diesem Beitrag möchte ich lediglich meinen Standpunkt vertreten und keine Pro-Vegane-Eskorte lostreten. Genauso möchte ich keine Pro-Fleischesser-Schlacht haben, also beruhigt euch alle schon einmal im Vorhinein. Doch jetzt genug beschwichtigendes zu langes Gerede! Ich möchte den Beitrag nicht beginnen mĂŒssen, als wĂ€re ich satanistisch oder fĂŒr Nazis. BeschĂ€ftigen wir uns mit Veganismus!

Immer mehr Leute um mich herum werden Vegan. WĂ€hrend Vegetarisch schon lange nichts mehr Außergewöhnliches ist, finde ich Veganismus nach wie vor etwas strange. Meistens wird die neue Lebensweise als gesĂŒnder, umweltfreundlicher & im allgemeinen einfach besser begrĂŒndet, doch stimmt das wirklich?

Vegan: Gesund und umweltfreundlich?

Fakt ist, dass Veganer meist nicht einfach nur keine Tierprodukte essen, sondern zusĂ€tzlich mehr Sport machen, wenig Alkohol trinken und kaum Rauchen. Alleine dadurch leben sie sicherlich gesĂŒnder.

Setzt man sich mit seiner veganen ErnÀhrung auch wirklich gut auseinander, ist es bestimmt nicht ungesund. Aber auch nur dann! Denn Mangelerscheinungen, vor allem von Vitamin B12, Eisen, Kalzium und weiter vermehrt in tierischen Produkten vorkommenden Dinge, sind schnell erreicht. Ob es dann so gesund ist, NahrungsergÀnzungsmittel zu sich zu nehmen, kann man lange diskutieren.

Außerdem kann ich beobachten, dass viele Veganer auf Avocados, Superfood aus fernen LĂ€ndern und anderes Exotisches setzen. Wenn man bedenkt, dass der Transport dieser Dinge sicherlich nicht Schadstofffrei funktioniert, ist das jetzt nicht wirklich umweltfreundlicher, lokales, organisches Fleisch von gut gehaltenen Tieren zu kaufen. Um mich da aber nicht auszunehmen, natĂŒrlich kaufe ich genauso Orangen, Mangos,… Jedoch insgesamt wahrscheinlich weniger als wĂŒrde ich vegan leben.

Fakt ist trotzdem, dass ein Gericht mit Fleisch ca. 3x schlechter fĂŒr die Umwelt ist, als eines ohne Fleisch. Ob es dazu jedoch gleich ein veganes Gericht braucht, bleibt dahingestellt.

Doch vegan ist ja nicht nur auf die Nahrungsaufnahme zentriert, sondern wirkt sich auch aufs weitere Konsumverhalten aus. Kein Leder mehr, Baumwolle statt Schafswolle, Chiffon statt Seide, heißt es dann. Hier vertrete ich die Meinung, dass ich lieber Schafswolle (wie schon seit Jahrtausenden), statt importierte Baumwolle und Seide statt erdölhaltiger Kunstfaser benutze. Auch Leder statt Kunstpelz ist fĂŒr die Umwelt und auch das eigenen Wohlbefinden zu bevorzugen.

Hiermit möchte ich nicht unterstellen, dass alle Veganer Kunstpelz oder Àhnliches kaufen. Ich bin lediglich der Meinung, dass hier das Ganze ein bisschen zu weit geht.

Vegan: der Hype dahinter

Vielleicht sehe nur ich das so, jedoch artet Veganismus immer mehr zum Hype aus. Gerade auf Sozial Media werben immer mehr Menschen damit, wie Vegan sie nicht leben und wie toll sich das 1-JÀhrige-Kind schon ohne tierische Produkte ernÀhrt. Meine Frage ist dann, warum es bis dahin eigentlich Muttermilch trinkt, das ist doch auch nicht wirklich vegan. Ok, dass war vielleicht ein bisschen zu gemein, wahr ist es jedoch allemal.

Sogar manche  Katzenbesitzer behaupten stolz, dass ihr Vierbeiner sich nur vegan ernÀhrt. Was den Organen eines reinen Fleischfressers damit angetan wird, möchte ich gar nicht erwÀhnen.

Und ja dann gibt es noch die YouTube-Videos wo Flexitarier, Veganer mit angeblichem Fleischkonsum pranken. Die Reaktion ist immer die selbe. Am Anfang schmeckt es ihnen total gut und dann, sobald sie es wissen, spucken sie alles aus, heulen, fangen an sich den Finger in den Hals zu stecken um zu kotzen, zu sagen sie seien allergisch, geben Freundschaften auf und bekommen die Ă€rgste Krise ihres Lebens. Leute ĂŒbertreibt nicht! Ihr werdet von einem Bissen Fleisch nicht sterben, selbst wenn es einer wĂ€re!

Weitere Videos zeigen dann, wie Veganern 1000 (oder mehr) Dollar angeboten werden, wenn sie ein nicht veganes Produkt (z.B. Cheescracker) essen. Oh Überraschung, alle lehnten ab. FĂŒr mich persönlich ist es nicht nachvollziehbar, warum man diesen Bissen (der sonst weggeschmissen werden wĂŒrde) nicht isst, aber anscheinend bin ich die falsche Zielgruppe.

Um jedoch wieder ein bisschen mehr in die RealitĂ€t zu kommen, vegane Hauskatzen sind ja hoffentlich eher die Minderheit. Überall, sehe ich dieses Logo welches ein Produkt als Vegan auszeichnet. Auf FruchtsĂ€ften, Almdudler, Cornflakes, Ketchup,… ja sogar Tee! Ein Produkt als Vegan zu qualifizieren wurde mittlerweile wirklich zur Marketingmasche und anscheinend zieht es bei den Menschen, lieber einen eindeutig veganen Fruchtsaft mit Logo anstatt einen ohne zu kaufen.

Vegan: Ist es wirklich notwendig?

Ich bin der Meinung, dass es genau gleich schĂ€dlich wĂ€re, wenn alle Menschen Veganer wĂ€ren, wie wenn alle Menschen jeden Tag Fleisch konsumieren wĂŒrden. Auf den Konsum zu achten & mit den Nahrungsmittel genauso sorgsam wie vielleicht vor 25 Jahren umzugehen wĂ€re sicherlich auch schon viel geholfen.

Ich verbinde Veganismus mit einer Trend der First World. Niemand, der nicht genug zu Essen hĂ€tte, oder sich gerade so 3 Mahlzeiten am Tag leisten kann wĂŒrde freiwillig Veganer werden. In Europa und Amerika gibt es deswegen sicherlich mehr Veganer als in z.B. Indien, Afrika oder LĂ€ndern wie der Mongolei.

Wichtiger ist es darauf zu achten, was man kauft, woher es kommt, aus was es besteht, und ob man es wirklich braucht. Beachtet man das, ist man vielleicht sogar besser dran, als Veganer. Ich finde, vegan zu leben ist nicht notwendig und mir persönlich wĂ€re es auch viel zu mĂŒhsam.

Aber wie gesagt, macht das was euch glĂŒcklich macht!


Liebe GrĂŒĂŸe, (eure fleischkonsumierende, nicht vegane)
Sarah

 

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29 Gedanken zu “Vegan – Lifestyle oder Idiotie?

  1. „Ich verbinde Veganismus mit einer Trend der First World. Niemand, der nicht genug zu Essen hĂ€tte, oder sich gerade so 3 Mahlzeiten am Tag leisten kann wĂŒrde freiwillig Veganer werden. In Europa und Amerika gibt es deswegen sicherlich mehr Veganer als in z.B. Indien, Afrika oder LĂ€ndern wie der Mongolei.“

    Ja, es ist ein „Trend“ der ersten Welt. Da wir im Überfluss leben und ein Mensch in einem Entwicklungsland nicht. Wir sind ĂŒbersĂ€ttigt, der hungernde Mensch muss sich um sein Überleben Gedanken machen.
    Insofern haben wir hier in der ersten Welt mehr Verantwortung. Denn wir sind sozusagen ein Vorbild. Der Mensch im Entwicklungsland will am liebsten so leben wie wir hier, will sich auch so ernĂ€hren. Deshalb heißt es, dass sich der weltweite Fleischkonsum bis 2050 verdoppeln soll. Da LĂ€nder wie Asien und Indien sich unserem westlichen ErnĂ€hrungsverhalten angleichen. So auch in Sachen Fleischkonsum. Welche Folgen diese Entwicklung fĂŒr die Umwelt hat/hĂ€tte, um nur einen Punkt zu nennen, kann man sich wohl selbst ausmalen.

    Und ob es da reicht lediglich etwas auf seinen Konsum zu achten?

    Ja, vegan leben ist ein Trend. Aber ein guter wie ich finde.
    Ich teile deine Ansicht, dass auch kleine Schritte zĂ€hlen und bin daher dafĂŒr jeden, der sich zu noch so kleinen Shcritten entschließt zu ermutigen. Doch ich denke auch, dass das in der Gesamtmasse nicht ausreichend ist. Denn Trend hin oder her, der Entscheidung vegan zu leben liegen ernste Themen zugrunde – Tierschutz, Umweltschutz, Menschen usw.

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    1. Vegan zu leben ist sicherlich ein Weg in die positive Richtung, jedoch bin ich der Meinung, dass vegetarisch reicht um der Welt etwas Gutes zu tun. Vegan ist eine extreme Form, welcher ich nicht ganz zustimmen kann, da man hier (im Vergleich zum Vegetarier) ja auf alles tierische verzichtet.
      Es ist jedoch sehr interessant auch deinen Standpunkt kennen zu lernen! Danke fĂŒr dein ausfĂŒhrliches Kommentar!

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      1. Ich glaube ich habe das eh im Beitrag erwĂ€hnt. Z.B. kein Leder oder keine Seide mehr zu kaufen, Avocados & Papajas quasi zum Hauptnahrungsmittel zu machen. Und natĂŒrlich die veganen WĂŒrste, vegane Majonaise, usw. zu essen finde ich schon etwas extrem.
        Aber du hast schon recht, hier könnte man wirklich lange diskutieren ;).

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      2. Vegane WĂŒrste und Majonaise kommt halt auf die Zutaten an. Als ich vegan wurde gab es eine kleine Auswahl an Ersatzprodukten und wenn ich mir die Zutaten angeschaut habe wurde mir echt schlecht. Das Zeug hatte definitiv nichts mehr mit vegan zutun. Das war ja nicht mal mehr ein Lebensmittel sondern einfach nur Chemie.

        Aber es hat sich viel getan. Es gibt veganen KĂ€se der aus Cashews oder Mandeln besteht und sonst auch nur natĂŒrliche Zutaten enthĂ€lt. Fleischersatz aus 100% GemĂŒse oder Nuggets aus einem Pilz.
        Sowas finde ich dann nicht mal so schlecht. Majonaise lÀsst sich auch einfach machen, aber die aus dem Supermarkt sind echt totaler misst.

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      3. Die Pilz Nuggets habe ich auch einmal probiert & sie schmecken echt gut! NatĂŒrlich nicht nach dem perfekten Fleisch, aber das habe ich mir auch nicht erwartet. Das zu erwarten, wĂ€re wahrscheinlich sowieso falsch.
        Was ich mich nur frage: warum man die Pilz-Nuggets als „vegane Chicken Nuggets“ anpreist & nicht gleich „Pilz Nuggets“ (oder so Ă€hnlich) dazu sagt und somit die wirklichen Inhaltsstoffe nennt. Muss es denn unbedingt als Ersatzprodukt fĂŒr Fleisch auf den Markt?

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    2. Vegan gibt es doch nur weil sich unsere ErnĂ€hrung in die falsche Richtung entwickelt hat. Obst und GemĂŒse ist teuer und SĂŒĂŸigkeiten, Fleisch, Milchprodukte sind billig.

      Wenn man mal vergleicht wie sich der Konsum gewandelt hat und wie krÀnker unsere Gesellschaft wird, dann erkennt man das hier das eine mit dem anderen zutun haben muss.

      Zur Kaiserzeit konnten sich nur die Reichen Fleisch und Co. leisten. Die Armen höchsten ein bisschen Milch wenn das Junge etwas ĂŒbrig gelassen hat und Fleisch wenn ein Tier verstarb….
      Das Ergebnis war: Die reichen Leute mussten immer wieder auf Kur gehen weil sie gesundheitliche Probleme hatten, welche die Armen definitiv weniger hatten.

      Jetzt ratet mal wie diese Kuren aussahen: Vegane ErnÀhrung ;).

      Übrigens gibt es in Indien, China und Co. viele Gemeinschaften die Vegan leben. Budda soll angeblich auch vegan gelebt haben.

      Deswegen frage ich mich was wirklich ein Trend der Moderne ist: Die Massen an tierischen Produkten oder die vegane ErnÀhrung?
      Selbst zu meiner Kindheit gab es eigentlich nur 1 bis 2mal in der Woche Fleisch. GemĂŒse und Obst war die Auswahl definitiv grĂ¶ĂŸer als Fleisch und Milchprodukte zusammen. Wenn man jetzt in den Laden geht hat man eine Ecke mit Obst und GemĂŒse, eine riesen Fleischabteilung und Massen an Milchprodukten.

      Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will niemanden zu nahe treten sondern einfach mal zum Nachdenken anregen. Wir sehen es als normal an soviel tierische Produkte zu essen, aber das ist es nicht. Man muss sogar nur 20 bis 30 Jahre zurĂŒck schauen um zu sehen, dass es ganz anders war. Es ging nur langsam nach und nach in diese Richtung und keinem ist es so richtig aufgefallen.

      Ich hatte mich darĂŒber mal mit meiner Mutter unterhalten, hauptsĂ€chlich wenn es um SĂŒĂŸigkeiten geht. FrĂŒher gabe es ein Regal SĂŒĂŸigkeiten im Supermarkt zudem waren die Luxus. Dann gab es einen Metzer in einer Ecke des Ladens und der hat teure Wurst und teures Fleisch verkauft. Ansonsten gab es dann noch ein kleines KĂŒhlregal mit diversen Milchprodukten die auch nicht gerade billig waren und dann noch abgepackte Sachen wie Nudeln usw…. was ansich meistens eh schon vegan ist.

      Daher ist fĂŒr mich Vegan eine Art Gegenbewegung und definitiv auch ein Trend zum Trend des Konsums der tierischen Produkte.

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  2. Ich lebe seit 20 Jahren vegetarisch – eine Mischung aus „leben und leben lassen“ und gesundheitlicher Aspekte (weniger Infekte, Allergiesymptome abgeschwĂ€cht, besseres Hautbild). Mangelerscheinungen wurden bei mir nie im Blut festgestellt und ich verzichte auf NahrungsergĂ€nzungsmittel.
    Rein gesundheitlich hat die ErnĂ€hrungsumstellung fĂŒr mich einen großen Unterschied gemacht. Meinem Körper geht es deutlich besser als vorher und schon allein aus diesem Grund wĂŒrde ich auch nicht mehr gern auf Fleisch zurĂŒckgreifen (anders natĂŒrlich wenn eine große Hungersnot herrschen wĂŒrde und ich mĂŒsste).
    Ich muss aber sagen, dass ich die Auszeichnung „vegetarisch“ beim Einkaufen echt hilfreich finde. FrĂŒher musste ich regelmĂ€ĂŸig die Zutatenliste lesen, um zu schauenm ob was Tierisches (außer Milch und Eiern) enthalten ist, heute kann ich einfach auf das Label achten. FrĂŒher gab es auch deutlich weniger „Ersatzprodukte“. Ich wĂŒrde sie nicht vermissen, aber ich mag sie dennoch ab und an ganz gern.
    Vegan ohne den religiösen Kult drumrum wĂŒrde ich prinzipiell schon gern leben, aber ich koch nicht gern und mag es bequem, deswegen werd ich mich so schnell wohl nicht dazu durchringen können ;-)
    Aber ohne Tier lĂ€sst es sich schon gut leben – auch ohne Mangelerscheinungen :-)

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    1. Danke fĂŒr dein langes Kommentar! Es ist toll, dass du schon so lange vegetarisch lebst. Ich finde es gibt jedoch schon einen großen Unterschied zwischen vegetarisch & vegan. Dass man als Vegetarier keine Mangelerscheinungen hat und sich eventuell sogar besser fĂŒhlt, glaube ich dir sofort. Immerhin verzichtest du mit deiner Lebensweise ja nicht ganz auf alles tierische :).
      Vegan hingegen tut genau das & dieses Extreme ist das, was ich nicht ganz nachvollziehen kann.
      Vegan ist außerdem sehr kompliziert (vielleicht sogar unnötig kompliziert) – so wirkt es zumindest fĂŒr mich als Außenstehenden.

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      1. Ich nehme allerdings auch nicht viele Milch- und KĂ€seprodukte zu mir (Laktoseintoleranz), meist stecken die Sachen, die man ja „ach so dringend braucht“ angeblich im Fleisch. Ist aber gar nicht unbedingt so. Ich kenne aber auch Veganer, die das locker leben, unverbissen und „nebenbei“. Ich selbst lege hin und wieder vegane Tage ein, um mich einfach ein wenig reinzudenken und zu gucken, wie kompliziert es wirklich ist. Aber insgesamt stimmer ich dir zu: es wird viel Hype um ErnĂ€hrung gemacht heutzutage, es ist eine Ersatzreligion geworden.

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      2. Mit dem Vegan und kompliziert hast du ansich recht, aber: Nur weil wir es anders beigebracht bekommen.

        Autofahren ist fĂŒr einen AnfĂ€nger auch total kompliziert, vorallem wenn man kein Automatik fĂ€hrt. Nach einiger Zeit ist das total einfach mit Gas und Kupplung richtig umzugehen und anzufahren.
        Genau so ist es mit der veganen ErnÀhrung.

        Leider wird uns auch zuviel misst erzĂ€hlt. Aber es Ă€ndert sich langsam. Die DGE ist schon so weit und sagt maximal 300 bis 600g Fleisch pro Woche, da Fleisch negative Auswirkung hat. Milchprodukte werden so 150 bis 250g pro Tag empfohlen. Angeblich weil darin wichtige NĂ€hrstoffe sind. Allerdings ist die Wissenschaft da schon viel weiter. Milch entzieht unseren Kochen Kalzium, Eisen usw…. Ja echt, man mag es kaum glauben. Die Schulmedizin ist zum GlĂŒck mittlerweile auch schon so weit. Unser Kinderarzt ist nicht vegan und weiß nicht das wir vegan sind und als unsere Kleine ein Jahr alt wurde meinte er „Sie darf Milch trinken wenn sie möchte aber nicht mehr als ein halbes Glas am Tag“….. Ich hatte echt gestaunt, dass die Schulmedizin schon so weit ist. Denn solche Aussagen trifft man z.B. ĂŒber SĂŒĂŸigkeiten weil sie ungesund sind.

        Gesundheitlich gesehen ist Fleisch sogar besser als Milch. Es ist schockierend wie wir ĂŒber Jahre hinweg angelogen wurden und es immer noch passiert, aber es tut sich was wie im Fall unserer Kinderarztes, das er Milch eher als SĂŒĂŸigkeit anstatt als wichtiges Lebensmittel ansieht.

        Übrigens bin ich im ganzheitlichen Bereich tĂ€tig und diverse Krankheiten kommen durch Milchprodukte. Durch das weglassen kann man so viele Krankheiten heilen oder extrem lindern. Das ist der wahnsinn. Ein Arzt in den USA behandelt Krebspatienten mit einer ErnĂ€hrungsumstellung auf vegan und auch hier in Berlin gibt es einen der das erfolgreich umsetzt zumindest die tierischen Produkte sehr stark auf einen winzigen Bruchteil minimiert! Michaelsen oder wie der heißt. In der Schweiz gibt es auch einige Ärzte die soviele Krankheiten mit veganer ErnĂ€hrung behandeln. Dabei ist es aber keine ÜbergangsernĂ€hrung sondern eine dauerhafte ErnĂ€hrungsumstellung.

        So und jetzt sorry fĂŒr den langen Text. Ich will hier keinen Missionieren. Ich hoffe nur ihr erkundigt euch mal ĂŒber das was ich geschrieben habe. Mir ging es frĂŒher auch so wie euch, ich meinte Vegan geht ĂŒberhaupt nicht, total die MangelernĂ€hrung. Aber alles quatsch. Eine ErnĂ€hrung die hauptsĂ€chlich aus pflanzlichen Produkten besteht ist laut aktuellem wissenschaftlichen Stand mit abstand das gesĂŒndeste!

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  3. Liebe Sarah,

    Eine ErnĂ€hrungsform ist sicherlich keine Ersatzreligion, allein der Begriff wertet sie ab. Bei einer Religion geht es um Glauben, bei einer veganen ErnĂ€hrung um Wissenschaft. Das ist ein grundlegender Unterschied. Weiterhin ist ein veganer Lebensstil keiner, der zu Mangelerscheinungen fĂŒhrt. Das einzige, was supplementiert werden muss, ist Vitamin B12. Vitamin B12 wird von Mikroorganismen gebildet, die auf der Erde leben und so an Pflanzen geraten. Durch die starke Bodennutzung sind heute allerdings kaum noch RĂŒckstĂ€nde davon auf GemĂŒse, das wir essen können. Jetzt muss man sich die Frage stellen, warum B12 dann in Fleisch vorkommt, denn Tiere (wie zB KĂŒhe und Schweine), die wir als StĂŒck Fleisch kaufen, haben ja ebenfalls Pflanzen gefressen, in denen das B12 nicht mehr natĂŒrlich vorkommt. Deshalb wird Tieren hier B12 ebenfalls kĂŒnstlich supplementiert, sodass es sich dann im Fleisch und in der Muttermilch ablagert. Wenn ich als Veganerin Vitamin B12 supplementiere, dann ĂŒberspringe ich einfach den Schritt, es erst dem Tier zu geben und dieses dann zu essen oder seine Milch zu trinken. Alle anderen NĂ€hrstoffe können problemlos aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden, ja, auch hochwertiges Eiweiß und Eisen. Übrigens haben viele Menschen, die sich mischköstlich ernĂ€hren, einen unentdecken B12-Mangel, da es dort nie explizit gemessen wird (es muss das HOLO-CT gemessen werden, das ist das aktiv verfĂŒgbare B12 – es wird aber in aller Regel nur ein Standartwert gemessen, der einen aussagslosen B12 – Wert angibt). Zu sagen, dass eine vegane ErnĂ€hrung zu wenig NĂ€hrstoffe beinhaltet ist allein schon aus dem Grund haltlos, weil die Tiere, deren Fleisch wir hier essen, sich i.a.R. pflanzlich ernĂ€hren, d.h, auch sie beziehen ihre NĂ€hrstoffe aus Pflanzen (jedenfalls natĂŒrlicherweise, es wird in Deutschland ĂŒberwiegend Soja gefĂŒttert, damit die Tiere die ĂŒbermĂ€ĂŸige Milchabgabe verkraften können oder schnell Schlachtgewicht erreichen). Es gibt außer der Motivation der Tierethik auch große andere Themen, die Menschen dazu bewegen, vegan zu leben. Der Welthunger ist ein Problem, dass durch eine pflanzenbasierte ErnĂ€hrung sofort abgeschafft werden könnte, Trinkwasser kann in Teilen der Welt bewahrt werden, in denen es knapp ist, Regenwald, der dĂŒr die Rodung von immer mehr Soja abgeholzt wird (geht zu 98% in die Massentierhaltzung), kann geschĂŒtzt werden (und dadurch unser Klima). Ich finde es gut, dass du zum Thema postest, aber ich wĂŒnsche mir, dass sich Menschen erst genau informieren, bevor sie solche Vermutungen aufstellen. Abschließend möchte ich zu einem der vorherigen Reaktionen auf deinen Post sagen: Leben und Leben lassen bedeutet, den anderen leben zu lassen. Das geschieht allerdings nicht, auch bei einer vegetarischen ErnĂ€hrung nicht (siehe z.B. MilchkĂ€lber, die als Kalbsfleisch bei uns im Regal stehen, ein Abfallprodukt der Milchindustrie). Ich nehme mich da nicht aus, ich habe selbst 21 Jahre lang vegetarisch gelebt, bis ich erkannt habe, dass dies keinen Unterschied macht.
    Ich wĂŒnsche dir einen schönen Freitag :) Komm bei Fragen gern auf mich zu!
    Liebste GrĂŒĂŸe, Alina

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    1. Hallo Alina!
      Das ist ja ein ganz schön langes Kommentar, Danke dass du dir die Zeit genommen hast um es zu schreiben.
      Bitte wirf mir nicht vor, mich nicht ausreichend informiert zu haben, denn dies habe ich gewiss getan. Doch bei der Informationssuche kommt es immer darauf an, welches Endergebnis man haben möchte. Auch wenn man so etwas gezielt versucht zu umgehen, macht man es doch unbewusst. Will man hören, dass Vegan super toll ist, findet man genauso Wissenschaft dazu, wie wenn man darin bestĂ€rkt werden will, dass Veganismus schlecht ist. Dieses „PhĂ€nomen“ tritt besonders bei der Informationssuche weniger erforschter Gebiete sehr oft auf. NatĂŒrlich muss man zwischen Unseriösem und Seriösem filtern, letztendlich hat man jedoch selbst die Qual der Wahl, welche Informationen fĂŒr einen selbst mehr wiegen und wozu man stehen möchte.
      Ich kann deine Sicht auf die Dinge durchaus nachvollziehen, doch bitte versuche auch meinen Standpunkt zu verstehen. Dass das mit den Mangelerscheinungen eventuell nicht ganz richtig ist, sehe ich nun eher ein. In meinem Beitrag habe ich jedoch nicht nur dieses Thema erwĂ€hnt. Meiner Meinung nach, kann man mit einer bewussten ErnĂ€hrung und einem kontrollierten Konsumverhalten (Fleisch vom Bio-Bauern ums Eck, Äpfel aus dem eigenen Garten, Kleidung von kleinen heimischen Betrieben, Eier von Omas HĂŒhnern,…) viel bewegen. Braucht es dann noch Veganismus?
      Um meine Sicht mit der Ersatzreligion genauer zu erklĂ€ren: Veganismus (und viele weitere ErnĂ€hrungsformen) lebt in gewisser Weisen schon vom Glauben und oft ist Wissenschaft da nur nebensĂ€chlich. Wie gesagt, wer etwas mit einem gewissen Ergebnis finden will, findet es auch. Vegan lebt man durch den Glauben an eine bessere Welt, mehr Wohlbefinden usw.. Das hat schon gewisse Parallelen zur Religion. Abwerten möchte ich deinen Lebensstil jedoch ganz bestimmt nicht. Religion im allgemeinen ist fĂŒr mich generell in keinster Weise abwertend.
      Ich wĂŒnsche dir ebenfalls einen schönen Freitag!
      Alles Liebe,
      Sarah

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      1. Hallo nochmal! Sehr gern ;)
        Nun ja, die Faktenlage ist da durchaus eindeutig, was zB den ökologischen Fußabdruck angeht. Mir fĂ€llt einfach auf, dass viele Argumente aus einschlĂ€gigen Quellen ĂŒbernommen werden, ohne die Studie dazu gelesen zu haben oder sich breitflĂ€chig zu informieren. Ich möchte dir damit kein Unrecht tun, es erweckte nur hier und da den Anschein. Wenn du dich informierst, bist du schon einen Schritt weiter als fast Alle :) Das ist schonmal gut. Es bleibt letztenendes selbstredend jedem Menschen selbst ĂŒberlassen, wie er sich ernĂ€hrt, solang es eine bewusste Entscheidung ist (und das ist es selten).
        Ganz liebe GrĂŒĂŸe und alles Gute auf deinem Weg,
        Aline

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      2. Hey Alina!
        „Es bleibt letztenendes selbstredend jedem Menschen selbst ĂŒberlassen, wie er sich ernĂ€hrt, solang es eine bewusste Entscheidung ist (und das ist es selten).“
        Das hast du echt gut gesagt!!! Kann mich da nur anschließen :). Wir sind einfach zu einer Konsum-Wegwerf-Ausbeutenden-Gesellschaft geworden und das ist ein Schritt in die falsche Richtung.
        Liebe GrĂŒĂŸe und ebenfalls alles Gute auf deinem Weg?
        Sarah

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    2. Justin

      Alinas Kommentar stimme ich komplett zu.

      Ich möchte an der Stelle ĂŒbrigens noch ein paar Hinweise geben bei den Artikel:
      Du schreibst, dass Du das Thema am Anfang neutral bewerten willst.

      Allerdings merkt man schon in dem Text, wo Du die Tatsache mit dem Fleischpranks schilderst, dass die neutrale Sicht nicht mehr vorhanden ist.
      Hast Du versucht Dich in die Person hinein zu versetzen, die die Opferrolle hier einnimmt? Stell Dir vor Dir wĂŒrde jemand ein StĂŒck Fleisch eines toten Kindes zum Essen geben und es Dir hinterher sagen. WĂŒrdest Du etwa nicht kotzen deswegen? „Ist ja nur ein StĂŒck Fleisch.“
      Wenn Du die Tatsachen neutral betrachten möchtest, dann wÀre es empfehlenswert Dich einfach mal in die Rolle eines Veganers hinein zu versetzen versuchen. Welche Dokumentationen schaut er, wie ist seine Sicht auf die Tiere? Betrachtet er evtl. Tierleben als genauso viel wert wie der Menschen?
      Und vielleicht wirst Du dann auch merken, dass es kein Hype ist, sondern einfach ein „neues“ Bewusstsein. Viele Menschen werden sich vieler Sachen „bewusster“.

      Übrigens irrst Du dich in der Tatsache, dass es in Indien wenig Veganer gibt. Im Gegenteil dort gibt es sehr viel mehr vegane Menschen als in Europa.

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      1. Hallo Justin!
        Danke fĂŒr dein kritisches Kommentar. Ich glaube es ist generell schwer, ein Thema, welches anscheinend auf sehr viel Kritik stĂ¶ĂŸt, neutral zu betrachten. Überhaupt dann, wenn man wie wir, schon im Vorhinein eine gewisse Rolle einnimmt und diese nicht verlassen möchte.
        Ich wollte dich mit meinem Beitrag definitiv nicht verletzten. Ich gebe zu, es fĂ€llt mir manchmal schwer, mich in die Rolle eines Veganers zu versetzen, aber ich glaube dass es dir nicht leichter fallen wĂŒrde, meinen Standpunkt nachzuvollziehen. Und auch wenn du deinen Lebensstil als „bewusster“ bezeichnest, möchte ich meinen Felxitarismus nicht als falsch oder schlecht bewerten, weil er dies meiner Meinung nach nicht ist und man, um bewusst zu leben, nicht Veganer sein muss.

        Vielleicht irre ich mich, jedoch entsteht in den Kommentaren gerade eine kleine verbale Auseinandersetzung zwischen Veganern & Flexitariern. Ich finde das ist keine gute Richtung, jeder sollte das machen dĂŒrfen was er als richtig empfindet. Ich schĂ€tze die Kritiken & nehme sie auch gerne entgegen. Jeder darf seinen Standpunkt erklĂ€ren, jedoch sollte daraus kein Streit werden.

        Schönes Wochenende!

        GefÀllt mir

      2. Ich gebe Sarah im gewissen Sinne recht. Sich gegenseitig anfeinden und vorwĂŒrfe zu machen ist definitiv falsch. Aber zu einem streit gehören immer zwei ;).

        Das Problem ist halt das mit dem machen dĂŒrfen was man als richtig empfindet. Habt ihr mal in die Milch- und Eierproduktion geschaut!? Wer das einmal gesehen hat der will das nicht mehr essen. Höchstens mal die Eier vom Nachbarn dessen HĂŒhner im Garten rumlaufen. Aber da springen eh nicht viele dabei raus.
        Ich lege mal meine Hand ins Feuer und sage: Milch und Eier verursachen mehr Leid und Tot als Fleisch.

        Das ist der Grund warum viele Veganer an die Decke gehen wenn ein Omni oder Vegetarier sagt: „Leben und Leben lassen“ oder „lass doch jedem tun was er will“.
        Ich finde es schade das die Tiere dabei vergessen werden. Die Milchroduktion ist so krausam. Ich will jetzt nichts ins detail gehen aber ein Beispiel: In der Eierproduktion werden immer wieder neue HĂŒhner gebraucht, also muss fĂŒr Nachwuchs gesorgt werden. Vor kurzen hat ein Gericht verboten dass man bereits im Ei das Geschlecht erkennen kann um sofort die mĂ€nnlichen KĂŒken zu vernichten….ja genau vernichten…..das heißt die KĂŒken mĂŒssen erst einmal alle geboren werden. Da die MĂ€nner keine Eier legen werden sie geschreddert….lebend. Die USA hat das vor kurzem verboten, in Deutschland hat ein Gericht vor kurzem entschieden das hier kein Handlungsbedarf vorliegt und weiterhin erlaubt.

        Tut mir leid, ich wollte hier sowas vermeiden aber ich finde es ist wichtig, dass Menschen wissen wieviel Blut an ihrem essen klebt. Da die Industrie alles versucht dies zu verheimlichen.
        Bei Milch sieht es noch schlimmer aus.

        Achja und eine Aussage fand ich mal interessant: Ein Film in dem gezeigt wird wie das Essen fĂŒr uns Menschen hergestellt wird ist laut FSK erst ab 16 zugelassen. Die Lebensmittelherstellung von tierischen Produkten ist nicht Jugendfrei!?
        Das heißt wenn man seinem Kind Fleisch zu essen gibt, dann darf man ihm nicht mal zeigen wie sein Essen hergestellt wird.

        Ehrlich gesagt ist es krank was die Menschheit macht und als ich noch nicht vegan war sah ich den Film „Matrix“. Wie hieß es: „Der Mensch ist ein Virus“.
        Ein Virus denkt nur an sich selbst und vernichtet dennoch seinen eigenen Lebensraum und alles drum herum.

        Allerdings halte ich auch nichts davon auf andere mit dem Finger zu zeigen und zu sagen: Du bist bĂ¶ĂŸe, du bist nicht vegan!
        Vegan heißt eigentlich nĂ€chsten Liebe, leider lieben viele dann nur noch die Tiere und nicht ihre Mitmenschen.

        In diesem Sinne: Denkt darĂŒber nach ob und was ihr wirklich braucht und wie Omnis so schön sagen „Leben und Leben lassen“.

        GefÀllt 2 Personen

      3. Justin

        Ich hab es bisher auch nicht als Streit empfunden,

        aber ich möchte Dir gerne einen Text von einem News.de Redakteur zitieren:
        Das Dilemma der Veganer (Von news.de-Redakteur Christian Vock)

        Dioxinverseuchte Eier, Gammelfleisch, Klimawandel, das Leid der Tiere – es gibt genĂŒgend GrĂŒnde, auf Tiere als Lebensmittel zu verzichten. Veganer tun dies und noch weit mehr. Aber genau dieser Verzicht ist ihr Dilemma.

        Um eines vorauszuschicken: Niemand muss Fleisch essen. Der einzige Grund, warum wir Fleisch essen, ist der Geschmack. Doch bei Geschmack reden wir zum Beispiel bei einem Schnitzelverzehr von einer Dauer von vielleicht zehn Minuten. Zehn Minuten Wohlbehagen, fĂŒr die ein Tier in seinem kurzen Leben unbeschreibliche Qualen erleiden musste.

        Veganer sind sich dessen bewusst, und bewusst ist genau das Wort, das den veganen Lebensstil am besten beschreibt. Veganer leben in dem Bewusstsein, dass sich auch in einem «Toasty» ein totes Schwein verbirgt, dass die schicken Lederschuhe vom Kalb stammen und dass in der Seife das Öl vom Fisch steckt – und verzichten ganz bewusst darauf.

        Genau dieses Bewusstsein löst aber das Dilemma aus, in dem sich Veganer befinden. Denn wer in einer Gesellschaft, in der Fleischkonsum nicht nur legitimiert, sondern regelrecht gefeiert wird, ganz bewusst auf tierische Produkte verzichtet, der eckt an. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wir sind eine Gesellschaft, in der Tiere keinen Platz als Lebewesen haben, sondern zum Konsumprodukt degradiert werden. Wenn wir beispielsweise von MeeresfrĂŒchten reden, dann tun wir so, als ob das irgendwelche Dinge wĂ€ren, die man mal eben «pflĂŒckt». Das Leben eines Tieres, das erst «produziert», dann gemĂ€stet und nach wenigen Tagen oder Wochen geschlachtet wird, setzen wir zum «Fleischsnack» herab.

        Veganer haben dieses Denken verinnerlicht und leben es konsequent. Doch wer das Tier dem Menschen, was sein Recht auf Leben anbelangt, gleichsetzt, der kann und darf dabei nicht zu Kompromissen bereit sein. Auch wenn wir uns mit Vergleichen in diesem Bereich schwer tun: FĂŒr die meisten Veganer ist es genauso ein Tabu Tieren Leid anzutun wie dem Menschen. Nicht-Veganer wĂŒrden bei Gewalt gegen Menschen auch keinen Schritt zurĂŒckweichen. Der Veganer tut dies genauso wenig bei Tieren und macht sich damit selbst zum Außenseiter. Veganer können sich nicht Ă€ndern, sonst wĂŒrden sie ihre Ideale verraten. Also muss sich die Gesellschaft Ă€ndern und das wĂ€re ohnehin das Beste fĂŒr alle. FĂŒr die Umwelt, fĂŒr die Tiere und am allermeisten fĂŒr uns selbst.
        Veganer sind, zumindest was den Umgang mit Tieren anbelangt, die besseren Menschen. Auch wenn wir das nicht hören wollen. Das Kuriose nÀmlich ist: Wenn uns ein Veganer oder Vegetarier von seinem Lebensstil erzÀhlt, dann nehmen wir das oft genug als lÀstig, missionarisch oder arrogant wahr. Wahr ist aber, dass das, was dabei Unbehagen in uns auslöst, nicht die Arroganz der Veganer ist, sondern unser eigenes schlechtes Gewissen. Weil wir eigentlich wissen, dass sie Recht haben.
        Von news.de-Redakteur Christian Vock

        Dem hab ich nicht weiter hinzuzufĂŒgen ;-)

        GefÀllt 1 Person

  4. Hallo,

    ich empfinde das was ich hier lese nicht als Streit. Vielmehr geht es um gegenseitiges VerstÀndnis.
    Du bist der Meinung vegan sei extrem, weil man zum Beispiel kein Leder trage. Übersetzt heißt das man sei deiner Ansicht nach als Veganer extrem weil man nicht möchte, dass ein Tier fĂŒr die eigene Bekleidung stirbt. Das Gegenteil mĂŒsste dann folglich nicht extrem sein.
    Ich finde einfach bei solchen Punkten solltest du noch einmal ĂŒber deine Sichtweise zum Thema nachdenken.

    Was den ökologischen Fußabdruck angeht, so ist die Sachlage dazu eigentlich mehr als eindeutig. 80 Prozent des Regenwaldes wird fĂŒr Sojamonokulturen aufgrund der Tiermast abgerodet. Lediglich 2 Prozent dieses Sojas dient dem menschlichen Verzehr.
    Eine interessante Doku dazu wÀre Cowspiracy. Gerade was die ökologischen Aspekte hinter unserer heutigen ErnÀhrung angeht.

    Im Grunde vertrittst du ja dieselbe Sichtweise wie viele Veganer. Auch du sprichst davon, dass wir in einer Wegwerfgesellschaft leben. Und genau darum geht es mir als Veganer. Daran etwas zu Àndern und mehr Bewusstsein zu schaffen. Insofern hat die Frage ob Vegan zu leben so etwas wie Idiotie sei oder Vergleiche zu Religion schon von der Begrifflichkeit etwas Abwertendes. Zumindest wird Regligion oft in diesem Kontext erwÀhnt. Auch wenn du das vielleicht selbst nicht so meinst.

    Rein logisch ist fĂŒr mich vegan zu leben die einzig logische Konsequenz. Es spricht einfach mehr gegen den Konsum von Toerprodukten als dafĂŒr. Einige GrĂŒnde wieso wurden hier schon erwĂ€hnt.
    Du bist da an einem anderen Punkt in deinem Leben sowie in deiner aktuellen Sichtweise. Das ist auch okay. Ich denke da gibt es kein richtig und falsch. Ich finde es besser da jemanden zu ermutigen, sei es zum Beispiel sich öfter vegetarisch zu ernÀhren, und damit kleine Schritte zu gehen, als zu sagen vegan ist das einzig Wahre.

    Lg

    GefÀllt 3 Personen

    1. Wahre Worte.

      Die Frage ist wirklich welche ErnÀhrungsform extrem ist.
      -Ist es extrem seinen Kindern Fleisch zu geben dessen Herstellung sie nicht sehen dĂŒrfen weil die Bilder FSK 16 sind!?
      -Ist es extrem der Kuh das Kalb weg zu nehmen damit der Mensch die Milch bekommt?
      -Ist es extrem Tiere einzusperren und zu schlachten?
      -Ist es extrem Soja und Getreide in LĂ€ndern anzubauen in denen Menschen hungern und dieses dann zu uns importieren und an Tiere zu verfĂŒttern, wo dann aus ca. 15kg Soja und Getreide 1kg Fleisch wird.
      ………………………………………………………………………………………
      Ist es extrem nur Pflanzen zu essen und keine Tiere zu töten oder auszubeuten?

      GefÀllt 3 Personen

  5. Vitamin B Mangel trifft auf viele Nichtveganer zu. Calciummangel ebenso, weil der Körper u.a. die ÜbersĂ€uerung beim Verdauen von Kuhmilch durch im Körper gespeichertes Calcium ausgleichen muss. Menschen sind nach dem SĂ€uglingsalter abgestillt, warum sollen sie die Muttermilch einer anderen Spezies trinken?

    Veganismus ist kein 1. Welt Luxus sondern bewusste Abkehr von einer Konsumdiktatur, die grenzenlos geworden ist. Fleischkonsum ist einer der Klimakiller von der Tierhaltung bis zur Verarbeitung. Damit 99 Prozent der „1. Welt“ Menschen billig und rund um die Uhr Fleisch Fisch und Milchprodukte konsumieren können.

    Und ja, eine vegane Lebensweise wĂŒrde den Ressourcen dieses Planten massiv gut tun.und Essen ist schon lang keine private Einstellung mehr. Bei guter Recherche kommt man darauf eigentlich allein ;)

    Viele GrĂŒĂŸe

    D.

    GefÀllt 1 Person

  6. Hallo,
    ich möchte auf einige Punkte eingehen, die ich gerne richtigstellen wĂŒrde.
    Es ist eindeutig umweltfreundlicher, keine tierischen Produkte zu sich zu nehmen, da somit die Treibhausgase, die von den Tieren, die extra dafĂŒr gezĂŒchtet werden, damit wir sie essen können, ausgestoßen werden, wegfallen. Die Rodung des Regenwalds im Amazonas aufgrund von Soja wĂŒrde ebenfalls vermindert werden, da 80 bis 90% dieses Soja als Nahrung fĂŒr Tiere verwendet werden, um sie dann an uns zu verfĂŒttern. WĂŒrden wir aber stattdessen das Soja selbst essen (das wir im Übrigen selbst in Europa anbauen), wĂŒrde das FĂŒttern der Tiere wegfallen, also auch die Rodung vermindert werden. Vegetarismus ist vielleicht ein guter Ansatz, um dem ganzen Leid der Tiere gegenzuwirken, doch im Endeffekt löst es keine Probleme, da z.B. KĂŒhe weiterhin gemolken werden oder KĂŒken nach Geschlecht sortiert werden wĂŒrden, somit macht es Veganismus zur einzigen Möglichkeit, die Massentierhaltung, Tötung von Tieren etc. zu stoppen und die Zerstörung unserer Umwelt zu verminder. Ich sage bewusst vermindern, anstatt zu stoppen, denn man kann in der heutigen Welt nicht leben, ohne irgendjemanden zu schaden, sei es ein Tier, Mensch oder die Umwelt. Aber wĂ€re es nicht trotzdem besser, an einer Stelle anzufangen und sich immer weiter zu steigern, als gar nichts zu verĂ€ndern?
    Wo steht, dass Veganer gesund sein MÜSSEN und sie keine Mangelerscheinungen haben dĂŒrfen? Abgesehen davon, dass man mit einer ausgewogenen ErnĂ€hrung fast alle Vitamine bekommt, außer B12, ist es alleine aus ethischen GrĂŒnden wert, auf Leichen, Muttermilch einer andere Spezies etc. zu verzichten (Entschuldige meine Wortwahl, falls ich dir damit zu nahe trete, wĂ€hrend du versucht, zu verdrĂ€ngen, was diese Lebensmittel wirklich sind, aber genau das sind sie.) Dann nimmt man nun einmal eine Kapsel eines Vitamines zu sich, wenn man im Gegenzug etwas Gutes fĂŒr den Planeten macht. Genug Omnivore mĂŒssen Tabletten nehmen, um ihre Mangelerscheinungen zu kompensieren. Es ist rein theoretisch das gleiche, als wĂŒrde man die Anti-Baby-Pille nehmen.
    Der Konsum sollte generell in allen Bereichen des Lebens vermindert werden und es sollte mehr darauf geachtet werden, was man wirklich benötigt. Zu sagen, dass es ĂŒbertrieben ist, auch auf alle anderen tierischen Erzeugnisse zu verzichten, ist einfach falsch. Du vergisst, dass auch Tierteile bearbeitet und transportiert werden mĂŒssen, wodurch es wieder einmal im Gesamten besser ist, ein Produkt zu kaufen, dass nicht vom Tier stammt, da es somit auf die Moral ankommt, die fĂŒr die meisten Veganer der Hauptgrund ist, einen veganen Lebensstil zu fĂŒhren.
    Ich sage die Meisten, denn es stimmt, dass es auch mache Veganer gibt, die aus dem Trend heraus vegan geworden sind. Es könnte dir aber auch so vorkommen, dass es immer mehr Veganer gibt, da immer mehr Menschen aufwachen und verstehen, dass es nicht richtig ist, tierische Produkte zu konsumieren und der vegane Lebensstil nun einmal viele Vorteile mit sich bringt.
    Im Übrigen ist menschliche Muttermilch vegan, weil sie nun einmal dafĂŒr gemacht ist, menschliche Babys zu ernĂ€hren.
    Die Muttermilch einer Kuh ist dafĂŒr da, ihr Kalb zu ernĂ€hren und enthĂ€lt somit Inhaltsstoffe, die ein Kalb benötigt, aber ein Mensch nicht.
    Bist du ein Kalb? Nein? Dann solltest du aufhören, Kuhmilch zu trinken, so einfach ist das.
    Genauso ist es vegan, Sperma zu schlucken, wenn man davon ausgeht, dass es sich um einen Menschen handelt.
    Dass man eine Katze nicht vegan ernÀhren sollte, finde ich ebenfalls. Eine Katze ist ein eindeutiger Fleischfresser und es wird gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, darauf nicht zu achten.
    Mir haben tierische Produkte immer geschmeckt und prinzipiell wĂŒrden sie mir immer noch schmecken. Aber da merken wir den ethisch unterschiedlichen Gedankenzug von dir und mir. Ich stelle meine Geschmacksnerven nicht ĂŒber das Wohl eines Tieres. Ich will nicht, dass ein anderes Lebenwesen fĂŒr mich leidet, nur damit ich etwas essen kann, weil es gut schmeckt. Somit ist die Reaktion der Menschen bei solchen Pranks total nachvollziehbar, mir wĂŒrde es genauso ergehen.
    Dass auf den meisten veganen Lebensmitteln ein V aufgedruckt ist, hat auch oft seinen Grund. NatĂŒrlich hat es bei manchen mit Marketing zu tun, aber z.B. bei FruchtsĂ€ften oder Alkohol weißt es darauf hin, dass bei der KlĂ€rung keine Gelatine benutzt wurde, die im Übrigen nicht angeschrieben werden mĂŒsste und das Produkt somit heimlich nciht vegan wĂ€re. Dies gilt auch fĂŒr andere Produkte wie Chips, Sojamilch, SĂŒĂŸigkeiten, etc.
    Es wĂ€re eindeutig besser fĂŒr diese Welt, wenn sich alle Menschen vegan ernĂ€hren wĂŒrden. Wir mĂŒssten bloß alle ein bisschen weniger gierig sein, denn die meisten Menschen sind einfach zu gierig und Ich- bezogen, um ihren Lebensstil und in Folge dessen die Welt zu verĂ€ndern.
    Dass sich LĂ€nder, die einen schlechten Lebensstandard haben, weniger darum kĂŒmmern, was sie essen, als dass sie essen, ist doch logisch, oder? Wir haben auch frĂŒher in der Steinzeit gejagt, damit wir ÜBERleben können. Sind wir noch in solch einer Situation in der westlichen Welt? Nein! Somit gibt es fĂŒr uns keinen Grund, Fleisch und andere tierische Produkte zu essen, wenn es auch anders geht. Aber LĂ€nder wie in Afrika oder Asien mĂŒssen darauf achten, nicht zu verhungern, wodurch sie ihre Ethik nicht hinterfragen.
    Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass du am Ende deines Eintrags zeigst, dass es dir kaum um Fakten geht, sondern lediglich darum, deine eigene Faulheit zu unterstĂŒtzen, nicht einsehen zu mĂŒssen, dass es sehr wohl gut fĂŒr dich und andere wĂ€re, auf einen veganen Lebensstil umzusteigen.

    GefÀllt mir

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