Lerntipps #2: Prioritäten setzen

Der letzte Beitrag zum Thema Lerntipps ist nun schon wieder fast ein halbes Jahr her. Während wir uns damals mit dem Grundwissen und dem wichtigen Stamm für erfolgreiches Lernen beschäftigt haben, wird es sich heute hauptsächlich um den Lernstoff drehen. Kennt ihr den Beitrag „Lerntipps #1: Grundwissen“ noch nicht, würde ich euch empfehlen diesen anzuschauen, bevor ihr hier weiter lest.

Es gibt immer wieder Prüfungssituationen, wo man besonders viel Stoff zu lernen hat. Damit man nicht den Überblick verliert und auch die schwierigen Themen leichter erarbeitet, werde ich heute über das Setzen von Prioritäten sprechen. In 5 Schritten seht ihr, wie man das zu Lernende aufs Wesentliche reduziert und den Stoff bändigt.

1. Alles an einem Platz

Um euch einen groben Überblick über das zu Lernende zu verschaffen, lagert den ganzen Lernstoff, alle Bücher, Zettel und Hefte, an einem Ort. Auch nötige Materialien wie Textmarker Papier und Stifte sollten in der Nähe liegen. Somit müsst ihr nicht immer erst alles zusammensuchen, bevor das Lernen beginnen kann.

Der Platz für den Lernstoff sollte so ausgewählt werden, dass das zu Lernende an einer Stelle liegt, wo man es öfters am Tag sieht und das Lernen auch möglich ist (z.B. nicht im Badezimmer, der Küche oder vor dem Fernseher).

2. Aussortieren

Nun steht ihr wahrscheinlich vor einem riesigen Stoß und fragt euch, wie ihr das alles jemals in euren Kopf bekommen sollt. Deswegen geht es nun ans Aussortieren. Setzt Prioritäten und lernt nichts Unnötiges!

Hausaufgabenhefte, Arbeitsblätter und Übungen haben auf dem Stoff-Stapel nichts zu suchen. Alles, was eine doppelte Information enthält wird wieder weggenommen. Der Lernstoff sollte nur auf das Wesentliche beschränkt sein und möglichst klein & prägnant gehalten werden.

Achtung: Passt auf, dass ihr beim Aussortieren nichts Wichtiges vom Stapel räumt! Es dürfen auf keinen Fall ganze Themen oder große Teile des Stoffs entfernt werden.

3. Schwierige Themen am Anfang

Mittlerweile solltet ihr einen groben Überblick über den Stoff bekommen haben. Ihr wisst, wie viel auf euch zukommt, doch wisst ihr auch, welche Teile des Stoffs euch schwerer fallen werden als andere? Wenn nicht, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt sich dies zu überlegen. Nötige Informationen dazu bekommt ihr, wenn ihr euch an den Unterricht oder Vorträge zurück erinnert und überlegt, was ihr bereits wisst und was komplett an euch vorbeigezogen ist.

Denn nachdem ihr (wenn möglich) an jedem Tag den Stoff der vorigen Tage wiederholt, ist es wichtig, den größten und am schwersten zu erarbeitenden Lernpatzen am Anfang der Lernzeit zu lernen. Somit hat man das schlimmste Übel schon in den ersten Tagen hinter sich und merkt es sich durch das ständige Wiederholen auch. Anfangs lernt man am besten, denn die Kraft sich auch unliebe Themen zu merken, hat einen noch nicht verlassen.

4. Unwichtiges kommt am Schluss

Bei einem guten Lernplan, steht das Wichtigste am Anfang und das Unwichtigste am Schluss. Durch eure Lehrer wisst ihr wahrscheinlich, welche Themen ihnen wichtig sind bzw. welche Fragen sie besonders gerne stellen. Nutzt diese Informationen und passt euren Lernplan danach an.

Natürlich ist hier auch ein gewisses Risiko dabei, da ihr ein paar Themen somit weniger gut könnt, als andere. Doch egal welches Konzept ihr verfolgt, es wird immer so sein. Warum also nicht genau überlegen, was man nicht so gut können wird?

5. Sortieren

Ihr habt einen Lernplan, euer Stoff ist an einem Platz und ihr wisst genau wann was zu tun ist, um eine gute Note zu erzielen. Im letzten Schritt wird deswegen nur noch der Stoff-Stapel sortiert. Passt den Stapel eurem Lernplan an. Das bedeutet, das zu Lernende für die ersten Tage liegt oben, die der Stoff für den letzten Tag unten.

Mithilfe von Haftnotizen, oder Ähnlichem, könnt ihr euch (z.B. in Büchern) die Seiten der Tage nach perfekt markieren und euren Stapel leichter abarbeiten.


Zum Schluss, kommt der wahrscheinlich schwerste Schritt. Ihr müsst „nur noch“ anfangen!

Liebe Grüße,
Sarah

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