Was mache ich? Wo will ich hin?

In letzter Zeit beschäftigen mich vor allem 2 Fragen ständig. Was mache ich? Wo will ich hin? Mein Alltag gewinnt immer mehr die Oberhand und wie soll meine Zukunft eigentlich aussehen?

Was mache ich?

Woche für Woche vergeht, immer schaut eine wie die andere aus und immer gibt es die selben Probleme. Mein Alltag ist langweilig und trotzdem beschäftigt er mich rund um die Uhr. Am Mittwoch & Freitag ist eine Prüfung, für die ich lernen muss. Am Donnerstag geht es wieder in den Kindergarten, Freitag schreibe ich die Planungen dafür, Dienstag bereite ich die Materialien vor. Montag gehe ich Gitarre spielen, Mittwoch tanzen. Samstag schreibe ich einen Blogbeitrag und wenn ich motiviert bin am Sonntag noch einen Zweiten. Zwischendurch Flöte und Gitarre üben, Zimmer aufräumen und Inspirationen holen nicht vergessen.

Ist das wirklich mein Leben? Wo bleibt da die Abwechslung? Seit wann ist das so?
Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit mehreren Monaten meine Tante nicht mehr besucht habe, obwohl ich das noch im Frühling und Sommer fast wöchentlich machte. Letztes Jahr war ich im Winter noch wöchentlich bouldern, diese Saison hat mich die Kletterhalle genau 3 Mal gesehen.

Ich rede mir ein, dass ich eh schon zu viel Stress habe und sich mehr als Schule, Kindergarten und Blog sowieso nicht ausgeht, doch stimmt das wirklich? Warum hat es dann letztes Jahr noch alles so super funktioniert? Nur weil ich zwei Wochenstunden mehr Unterricht habe und nun wöchentlich statt alle 14 Tage im Kindergarten bin, gibt es keinen Grund mein Leben zu vernachlässigen.

Mir ist aufgefallen, dass ich in einem Teufelskreislauf drinnen bin und das Gefühl habe nicht zu entkommen. Wo soll das hinführen?

Wo will ich hin?

Mein Alltag ist an meine Ziele der Zukunft angepasst. Mit meinen vielen wöchentlich fixen Terminen möchte ich eigentlich erreichen, dass ich mit guten Noten das Schuljahr beende und somit einen guten Grundstein für eine erfolgreiche Matura lege, mich in Gitarre weiterentwickeln, den Blog vorantreibe, mit dem Tanzen mich auch noch körperlich betätige und einen guten Eindruck im Kindergarten hinterlasse. Doch ist es das wirklich wert?

Nein, denn ich habe das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Mein Alltag saugt an meiner Energie und diese strikte Routine tut mir auf Dauer nicht gut. Also was will ich ändern? Spontan bin ich nicht und Schule + Kindergarten lassen sich leider nicht beseitigen. Deswegen musste das Tanzen daran glauben. Für das 2. Semester habe ich mich abgemeldet, da es mir immer schwerer fällt mich dafür, um halb 8 am Abend mitten unter der Woche, aufzurappeln.

Tut es so eine kleine Änderung der Routine? Wahrscheinlich nicht, doch ich wüsste nicht, was sich sonst noch ändern ließe. Organisationstechnisch ist mein Alltag ja eigentlich perfekt durchgetaktet, doch bringt mich das zu meinem Ziel?

Ich will meine Ziele nicht verfehlen aber auch nicht schlecht gelaunt durch den Alltag gehen. Deswegen muss mehr Spontanität und Abwechslung, zumindest an den Wochenenden, in mein Leben!

Es gibt da so ein Buch namens „das 10 Minuten Projekt„. Ich habe es nie gelesen, doch die Handlung kenne ich halbwegs. Es geht um eine Frau, die von ihrer Psychologin empfohlen bekommt jeden Tag 10 Minuten lang etwas Neues auszuprobieren. Dabei handelt es sich um die alltäglichsten Dinge wie einen Flohmarkt besuchen oder Stricken. Doch ich bin überzeugt davon, dass alleine sowas, wenn auch nur 1x die Woche, ein Leben bereichern könnte.
Vielleicht sollte ich es auch einmal ausprobieren :).

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7 Gedanken zu “Was mache ich? Wo will ich hin?

  1. Sehr interessanter Post und ich finde auch das Buch klingt sehr interessant. Ich kenne dein Gefühl gut genug, ich hatte das vor 1- 2 Jahren auch, aber mittlerweile geht es wieder besser. Ich habe Dinge gefunden dir mir Spaß machen und die mich beschäftigen und ich habe trotzdem noch Zeit 😊

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  2. Liebe Sarah
    Ich fühle mich im Moment gleich wie du. Deshalb probiere ich, in meiner Freizeit weniger für die Schule zu arbeiten, ich bin eine gute Schülerin, und perfekt muss ich ja nicht sein. Ich muss meine Ansprüche herunterschrauben. Dafür habe ich mich in einem Café beworben und habe gerade heute zugesagt bekommen, dass ich dort einen Tag die Woche arbeiten darf. Klar, das ist auch wieder etwas, dass zum Alltag dazu kommt und schnell zur Routine wird. Aber ausserhalb der Ferien ich habe noch nie richtig gearbeitet. Wie gesagt, es ist etwas Neues, und ich möchte es einfach mal ausprobiert haben. Ausserdem lenkt es mich vom Winter ab.
    Diese aufkommenden Zweifel am Alltag sind normal. Aber ich denke auch, dass man sich nach der Schule darum kümmern sollte. Ausser natürlich du willst die Schule abbrechen, aber wenns dir so wie mir geht, dann beisst du noch für 1.5 Jahre, oder wie lange du noch musst, die Zähne zusammen, und dann steht einem spannenderen Alltag ja nichts mehr im Weg! Auch wenn es heisst, mit Arbeiten zu beginnen. Wir gehen schon unser ganzes Leben lang zur Schule. Da ist Arbeiten auch etwas Neues, das sehr Aufregend sein kann.
    Alles Liebe
    Zoey

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    1. Hallo Zoey!
      Das ist blöd, dass es dir auch so geht :(. Ich finde es aber total cool, dass du nun in einem Café arbeitest. Das sind sicherlich tolle neue Erfahrungen! Vielleicht schreibst du dann, wenn es so weit ist, auch einmal einen Blogeintrag dazu? Mich würde das zum Beispiel sehr interessieren.
      Zu Semesterbeginn habe ich auch versucht etwas Neues zu finden, um aus dem Alltag rauszukommen (Contemporary Dance). Leider habe ich das nicht durchgezogen, obwohl ich eigentlich immer alles bis zum Ende mache. Aus dem Grund werde ich auch nicht die Schule abbrechen, weil mir die Arbeit eigentlich ja auch gefällt :).
      2,5 Jahre noch und dann ist diese Phase meines Lebens auch vorbei 😅.
      Danke für dein liebes & langes Kommentar!
      Liebe Grüße,
      Sarah

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      1. Guten Abend Sarah, dass kann ich gerne machen, sobald ich ein paar Erfahrungen gesammelt habe 🙂 Im Voraus plagen einen ja immer die Gedanken ‚Was ist, wenn ich etwas fallen lasse?‘ ‚Was ist, wenn ich den Kaffee an den falschen Tisch bringe?‘ etc.. Ist mir alles am ersten Tag passiert, aber es waren trotzdem alle sehr zufrieden 🙂 Ich glaube, man vergisst leicht, dass alle einmal Anfänger waren, und dass Fehler normal sind. Angst sollte man davor keine haben. Ich persönlich hasse neue Situationen. Und weil ich so nett mit mir bin, probiere ich, mich in möglichst viele neue, unbekannte Situationen wie nur möglich zu manövrieren! Wenn ich kalte Füsse bekomme denke ich mir einfach ‚Okay, dieses Café ist nicht einmal in dem Ort, in dem ich wohne, im schlimmsten Fall bin ich einfach weg und werde diese Leute nie wieder sehen.‘ Das lässt sich perfekt auf sehr viele Lebenssituationen übertragen. Bewerbungsgespräche, neue Hobbies, wenn man jemanden auf der Strasse ansprechen muss, etc. Für andere vielleicht etwas irrational, für mich aber ein sehr beruhigender Gedanke.
        Alles Liebe
        Zoey

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      2. Liebe Zoey!
        Super, dass dein erster Arbeitstag letztendlich doch toll war. Und das nicht alles perfekt läuft ist wirklich normal!
        Früher dachte ich immer, dass ich die Einzige bin, die Angst vor Neuem hat. Aber immer wieder merke ich, dass dies doch nicht der Fall ist. Ich bin echt erleichtert, dass es dir auch so geht! Und das meine ich alles andere als böse! Meiner Meinung nach braucht man diese kleine Angst auch, solange sie nicht in Panik ausartet ist sie wahrscheinlich sogar förderlich 😅.
        Mein Ansatz ist es auch, einfach Neues auszuprobieren, da es sonst immer schlimmer wird.
        Alles Liebe!

        Gefällt 1 Person

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